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Ostern


Ostern Ganz langsam geht sie vorüber, die kalte und graue Jahreszeit und der Frühling nähert sich mit großen Schritten. Und mit dem bevorstehenden Osterfest geht auch die Fastenzeit zu Ende. An Ostern gedenken die christlichen Kirchen der Auferstehung Jesu vom Tod. Anders als bei anderen Festen christlichen Ursprungs besteht ein Großteil der österlichen Gebräuche und Symbole aus heidnischen Überlieferungen, wie zum Beispiel das Osterfeuer, der Osterhase und das Osterei.



Das christliche Osterfest
Der österliche Festkreis endet in den westlichen Kirchen seit dem Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt (siehe auch Fastnacht). Diese erinnert an die 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste, an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat.
Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu von Nazaret in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag feiert das Christentum das Letzte Abendmahl, das letzte Pessah-Fest Jesu mit den Jüngern und die Einsetzung des Abendmahls. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht. Am Karsamstag ist Grabesruhe und es stehen die Vorbereitungen auf Ostern im Vordergrund. Das Haus wird geputzt und das Essen für das Osterfest wird vorbereitet. Der Name "Färbersamstag" lässt sich wohl daher ableiten, dass an diesem Tag die Ostereier gefärbt werden. In der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag - dem eigentlichen Höhepunkt des Osterfestes - wird das Feuer für die Osterkerze entfacht und zusammen mit Weihrauchkörnern geweiht. Schließlich werden in dieser Nacht auch das Taufwasser geweiht und Taufen durchgeführt.
Am dritten Tage (Ostersonntag) ist die Auferstehungsfeier, da Jesus - nach der Bibel - auferstanden ist.

Ostern und Pessach
Das Fest der Auferstehung Jesu Christi hat sich aus dem jüdischen Pessachfest weiterentwickelt und fällt daher zeitlich in die Nähe zum jüdischen Pessach- oder Passah-Fest . Es enthält daher auch heute noch Elemente des jüdischen Pessach, mit dem die jüdischen Gemeinden die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft begehen. Das Pessachfest beginnt (theoretisch) am Abend des ersten Frühlingsvollmonds und dauert eine Woche.
In den meisten Sprachen kommt die Bezeichnung des Osterfests vom jüdischen Pessach: Auf Italienisch heißt Ostern pasqua, auf Spanisch pascua, auf Französisch pâques, auf Russisch pascha, auf Esperanto pasko, auf Schwedisch påskdagen und auf Isländisch páskar. In den meisten slawischen Sprachen wird Ostern Auferstehung (woskresjenjie) genannt.

Ostern als heidnisches Frühlingsfest
In vielen nichtchristlichen Religionen wird die Sonne als Lichtspenderin und göttliche Fruchtbarkeitsquelle verehrt und bei Frühlingsfesten gefeiert.
Einige Osterbräuche werden daher auf den germanischen Sonnenkult zurückgeführt. Dazu gehören Frühlings- und Osterfeuer, aber auch die Osterräder, die vermutlich über zweitausend Jahre alt sind. Selbst eine Verbindung zwischen dem nordischen Sonnengott Baldur und Christus wird manchmal hergestellt.

Kulinarisches zu Ostern
OsternZum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm.
Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. In der christlichen Kirche ist es symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Der Priester verwandelt in Worten den Wein und das Brot zu Fleisch und Blut. Das Lamm wird als Zeichen des Lebens verstanden. Das Lamm ist mit seinem weißem Fell auch ein Symbol für die Reinheit und die friedliche Lebensweise soll ein Zeichen für die Menschen sein, ihr Leben ebenfalls in Frieden zu führen.
Heute findet man an Ostern neben dem Osterei, dem Osterzopf, dem Osterhuhn und dem Osterhasen auch das Osterlamm auf der Speisekarte der Menschen in Deutschland. Als Besonderheit an Ostern gibt es das gebackene Osterlamm. Das aus Rührteig entstandene Backwerk wird mit viel Aufwand verziert und bildet an vielen Ostertischen den Mittelpunkt.

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